Krebs

Die Diagnose einer Krebserkrankung löst in aller Regel und verständlicherweise einen Schock beim Betroffenen aus und kann einem buchstäblich den Boden unter den Füssen weg nehmen.

Was vor einigen Jahrzehnten noch unweigerlich mit einem Todesurteil in Verbindung gebracht werden musste, ist heute und in Zukunft zunehmend für viele Menschen als eine chronische Erkrankung anzusehen und für immer mehr Betroffene kann Krebs sogar heilbar sein. 

Wer die Diagnose Krebs bekommen hat, muss sich vielen Fragen und Entscheidungen stellen. Nicht zuletzt welche Behandlung man wählen möchte auch, welche Ärzte für einem die richtigen erscheinen und ob evt. eine 2. Meinung einzuholen wäre. Nehmen Sie sich die Zeit dafür, die Sie brauchen.

Informationen für Menschen mit Krebs

Viele Klienten, die ich betreuen und begleiten darf,  berichten mir immer wieder, dass sie nicht informiert wurden, was sie alles für Möglichkeiten und Hilfsmittel gehabt hätten. Erst im Nachhinein hätten sie erfahren, dass es doch Dies und Das gegeben hätte, was ihnen sehr geholfen hätte. Diese Informationen und einiges mehr, habe ich hier zusammen gestellt. Ich hoffe, Sie können von dem Angebot bestens profitieren.

Für Ihre Heilung wichtig zu wissen

Jede Krankheit will Sie auf etwas aufmerksam machen, was in ihrem Leben nicht (mehr) stimmt. Es darf etwas zu ihrem Besseren verändert werden. Frei sein von Angst, Schuld und die Vergebung sind dabei ein zentrales Thema das in ihrem Geist (Denken) den Ursprung hat. Falls Sie dazu Hilfe benötigen, helfe ich Ihnen gerne aufzuzeigen, um was es geht, damit Sie ihr Leben und ihre Gedanken entsprechend (um) gestalten können. Auch helfe ich Ihnen die vielen Ängste die mit der Diagnose zusammenhängen aufzulösen, damit Sie sich voll und ganz auf ihr "gesund sein" konzentrieren können.

Naturarzt

Der Naturarzt kann die Schulmedizin gleichzeitig unterstützen und es ist für viele Menschen sehr hilfreich, von einem Naturarzt komplementär zur Schulmedizin behandelt zu werden.  Die Nebenwirkungen von der Chemotherapie werden oft als „leichter“ empfunden. Informieren Sie sich, ob der Naturarzt Erfahrungen hat mit Krebspatienten. Das ist wichtig um die bestmögliche Unterstützung zu bekommen. Ohne einem Naturarzt zu Nahe zu kommen oder ihn zu verurteilen; es gibt Naturärzte, die besser ausgebildet sind wie ihre Kollegen und/oder sich ein Spezialgebiet zugelegt haben. Sollten Sie keinen geeigneten Naturarzt finden, gebe ich Ihnen gerne 1-2 Adressen an. Fragen Sie auch nach telefonischer Beratung und Unterstützung, falls es Ihnen mal nicht möglich ist, dort hin zu fahren.

Dunkelfelddiagnose

Dies ist eine  Diagnoseform, bei der ein Tropfen Kapillarblut entnommen und sofort mit Hilfe eines Dunkelfeld-Mikroskops betrachtet wird. Mit dieser Methode kann man Rückschlüsse auf das Vorhandensein verschiedenster Erkrankungen im menschlichen oder tierischen Organismus machen. Selbst Krankheitstendenzen können so frühzeitig erkannt und korrigiert werden und das lange, bevor die üblichen Laborwerte abweichen. Dunkelfeld-Diagnostik ist aufgrund dieses frühzeitigen Erkennens von Krankheitstendenzen eine wirkliche Vorsorgeuntersuchung. Nicht nur eine Früherkennung, sondern Vorsorge an einer Stelle, an der der Weg in Richtung Gesundheit noch möglich ist.

Bluttest EDIM-TKTL1

Dies ist ein Bluttest der im Labor gemacht wird. Er dient zur Erkennung der aggressiven TKTL1-positiven Krebszellen und zur Optimierung der individuellen Therapie. Sollten bei Ihnen solche Krebszellen vorhanden sein, können diese mit einer speziellen und gezielten, auf Sie abgestimmten Ernährung eliminiert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Naturarzt darüber. Die Kosten für den Bluttest wird zur Zeit von den Krankenkassen noch nicht übernommen und beträgt ca. Fr. 300.-- . Die meisten Chemotherapien haben einen hemmenden Einfluss auf das Immunsystem. Deshalb ist die Durchführung des EDIM-TKTL1 Bluttestes generell vor Beginn der Chemotherapie zu empfehlen oder mit ausreichendem Abstand zur Chemotherapie, so dass sich das Immunsystem wieder normalisieren konnte.

Misteltherapie

Die Misteltherapie verringert nachweislich die Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlungen. Auch ist die Mistel mitverantwortlich für den Aufbau des geschwächten Immunsystems.

Die Misteltherapie ist in der Anthroposophischen Medizin sehr verbreitet und wird gezielt zur Krebsbehandlung, begleitend zur Chemotherapie eingesetzt, so z.B. in Richterswil im Paracelsus Spital oder in Arlesheim in der Lukas Klinik. Es gibt verschiedene Infusions-Modelle und ebenso viele verschiedene Präparate und Dosierungen.
In vielen Onkologieabteilungen ist diese Therapieform (noch) nicht oder viel zu wenig bekannt. Informieren Sie sich selber, wo es Ihnen noch möglich wäre, diese Therapieform zu nutzen.

Ernährung umstellen

Grundsätzlich gilt, besonders während der Chemo, essen Sie alles was Sie mögen und vertragen. Ernähren Sie sich möglichst ballaststoffreich – Ihr Darm wird es Ihnen danken. Der Darm ist ein wichtiges Immun-Organ. Industriezucker, weisses Mehl, zu viel Fett und zu viel Fleisch übersäuern den Darm und andere Gewebe. Essen Sie lieber unbehandeltes Obst und Gemüse und wenig, am besten gekochtes, Fleisch.

Beachten Sie nach Möglichkeit folgende Tipps die auch für gesunde Menschen von Vorteil sind:

  • essen Sie Brot, rohes Gemüse und Früchte bis max. 16.00 Uhr
  • meiden Sie wo immer möglich Zucker und light Produkte
  • zum Süssen von Speisen und Getränken eignet sich Stevia hervorragend
  • essen Sie Butter statt Margarine und verwenden Sie hochwertige Öle wie zb. kaltgepresstes Olivenöl
  • in der Antikrebs-Hitliste stehen Gemüse wie Brokkoli und andere Kohlsorten ganz oben. Sie enthalten Sulforaphan, einen Wirkstoff, der Krebs erregende Gifte in Zellen unschädlich macht. Aber auch Knoblauch, Grünkohl, Tomaten, Soja, Karotten und Getreide tragen ihren Teil dazu bei. (siehe Buchempfehlung – Krebszellen mögen keine Himbeeren)
  • trinken Sie sehr viel lebendiges Wasser (Leitungswasser) ohne Kohlensäure. Kein Plastikwasser und kein Valserwasser, weil dieses viel zu viel Mineralien enthält
  • wenn Sie Tee trinken denken Sie bitte daran, dass viele Kräuter den Körper entwässern. Trinken Sie also zu jeder Tasse Tee auch genügend Wasser ohne Kohlensäure, dasselbe gilt auch bei Kaffee
  • essen Sie möglichst viel frisches Gemüse und meiden Sie Fertiggerichte
  • kochen oder wärmen Sie keine Lebensmittel in der Mikrowelle!!

Nahrungsergänzungsmittel

Vermeiden Sie bitte die alles Multi-Kulti Präparate. Der Körper ist oft nicht so robust, dass er alle diese darin enthaltenen Stoffe aufnehmen kann und scheidet Sie daher unverbraucht wieder aus, oft mit Durchfall, was wir unbedingt vermeiden sollten. Wählen Sie qualitativ gute Präparate, auch wenn Sie etwas mehr kosten, die Gesundheit geht nun vor.

Die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel sind:

  • Vitamin B-Komplexe
  • Zink
  • Selen

Diese können über eine längere Zeit eingenommen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Naturarzt was er Ihnen sonst noch empfehlen würde.

Durch die Chemotherapie entsteht oft auch ein Mangel vom wichtigen Vitamin D welches für die Knochen zuständig ist. Ihr Arzt kann das mittels Bluttest bestimmen und wenn Nötig ein Präparat, das hochdosiert ist, verschreiben. Vitamin D = täglich ca. 20-30 Minuten direkte Sonne auf der Haut.

Lymphstau

Bei Lymphstauungen ist es wichtig regelmässig Lymphdrainagen von ausgebildeten Fachpersonen zu erhalten. Diese Personen beraten Sie auch, wenn es hilfreich ist, die betroffene Stelle zu bandagieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt für eine entsprechende Verordnung.

Was Sie selber noch tun können:

  • Schwimmen so oft Sie können (während der Chemotherapie und der Bestrahlung dürfen Sie nicht schwimmen)
  • Kleider tragen, die nicht einengen
  • sich NIE in dieser Region von einem Arzt mit einer Nadel stechen lassen oder Blutdruck messen lassen.

Nebenwirkungen von der Chemotherapie

Trockene Schleimhäute und trockene Haut

  • bei trockener und/oder schuppender Haut helfen Molkenbäder (auch Teilbäder für Hände und Füsse)
  • gönnen Sie sich eine Podologin um abgestorbene Haut fachmännisch zu entfernen. Der Heilungsprozess geht dadurch viel schneller
  • Omida Cardiospermum Salbe gegen Hautausschlägen ist eine Homöopathische Salbe, die extrem fettend und nährend ist. Auch diese hilft bei trockener Haut an Händen und Füssen

Rebellischer Magen und Übelkeit

Neben der Unterstützung durch Medikamente können Sie selber noch dazu beitragen, dass Ihr Magen nicht so rebellisch ist. Dafür ist es hilfreich, häufige, aber nur kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Weiter hilft Ingwer gegen Übelkeit

Während der gesamten Zeit Ihrer Chemo können Sie frischen Ingwertee trinken. Er regt den Stoffwechsel an, sodass die Zellgifte rascher ausscheiden. Er sollte aber nur vormittags in kleinen Schlucken getrunken werden.

Zubereitung: Ein Teelöffel frisch geriebene oder zerhackte Ingwerwurzel mit ca. 250ml kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen, absieben. Evt. Zitronensaft oder Honig dazu geben.

Hilfe für die Nase

Wenn die Nase borkig ist, sind Nasenspülungen mit einer Spur EMSER Salz nützlich. Zwischendurch helfen kalte Kochsalz-Tropfen aus dem Kühlschrank. Die können Sie fertig in der Apotheke kaufen oder selber herstellen: Eine Messerspitze Salz in 10ml kaltem abgekochtem Wasser lösen. Ihr Arzt kann Ihnen auch eine Nasensalbe (zb. Bepanthen Augen und Nasensalbe) oder ein pflegendes Nasenöl (zb. Coldastop) verordnen.

Zähne

Informieren Sie sich bei Ihrem Zahnarzt und/oder Dentalhygienikerin über die nötige Pflege während der Chemo und allenfalls weiteren medikamentösen Behandlungen. Es wäre auch sehr nützlich, vor einer Chemotherapie noch einmal zum Zahncheck zu gehen, oft aber fehlt die Zeit oder das Wissen darum. Während der Chemo sollte das nur im Notfall gemacht werden weil das Zahnfleisch sehr oft gereizt ist und die Blutung verstärkt wird.

  • benutzen Sie unbedingt eine weiche Zahnbürste, die Sie alle 3-4 Wochen wechseln
  • vermeiden Sie scharfe Zahnpasta und Mundwässer. Salbei- oder Kamillentee eignen sich dagegen gut für Mundspülungen und zum Gurgeln das Sie sich mind. 3x täglich gönnen dürfen
  • wenn der Speichel fehlt, lutschen Sie zwischendurch einen Eiswürfel
  • bei allen Problemen die Sie  mit Nase, Mund und Rachen haben, ist neben Ihrem Arzt auch Ihr Apotheker oder Zahnarzt ein guter Berater

Tipp gegen Entzündungen

  • Aus der orientalischen Apotheke Gottes kommt die Myrrhe: Sie bekämpft wirkungsvoll Entzündungen der Mundschleimhaut und ist lokal schmerzstillend. Myrrhe gibt es für diesen Zweck als Tinktur in der Apotheke. Zum Spülen oder Gurgeln 5-10 Tropfen auf ein Glas Wasser oder kalten Kamillentee geben. Entzündete Stellen im Mund- und Rachenraum mit unverdünnter Myrrhentinktur betupfen. 
  • Bei einer blutigen Mundschleimhaut kann auch der Blutwurz, wie oben beschrieben zur Anwendung kommen

Hilfe für den Darm

Von der Art der Zellgifte, aber auch von den Medikamenten Ihrer Begleitbehandlung sowie Ihrer Ernährung während der Chemotherapie hängt ab, wie Ihr Darm reagiert. Es kann sein, dass Sie keine Beschwerden haben. Krämpfe, Blähungen, Durchfall, Verstopfung könnten jedoch beliebig auftreten.

  • Bei mässigen Beschwerden bringen feucht-warme Wickel, Fencheltee und sanfte Bauchmassagen mit Lavendelöl Linderung
  • Achten Sie immer darauf, viel (2 bis 3 Liter) zu trinken, sofern keine Einschränkungen seitens Ihrer Herz- oder Nierenfunktion bestehen
  • Medikamente, die Ihre Darmflora – die wichtigen Darmbakterien – am Leben erhalten, bieten eine wertvolle und risikolose Unterstützung für Ihren Verdauungsapparat. Fragen Sie Ihren Arzt oder Naturarzt danach
  • Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt wenn Sie unter starkem Durchfall oder Verstopfung leiden

Hilfe für die Blase

Während einer Chemotherapie sollten Sie immer , vor allem Wasser „über den Durst“ trinken – Tee, lebendiges Leitungswasser (siehe unter Ernährung umstellen) und verdünnte Obstsäfte sind am besten geeignet. Viel Flüssigkeit ist grundsätzlich wichtig, um Ihren Stoffwechsel und die Entgiftung zu unterstützen

  • leiden Sie oft an Blasenentzündungen? Teilen Sie das Ihrem Arzt mit, bevor er mit der Chemotherapie beginnt
  • Und denken Sie dran: Trinken Sie auf Vorrat; wie ein Kamel vor dem Wüstenritt!

Sport

Gehen Sie so viel wie möglich an die frische Luft. Sollte es Ihnen wegen fehlenden Kräften nicht möglich sein einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen, sitzen oder liegen Sie öfters am Tag für einige Minuten auf den Balkon oder in den Garten und atmen Sie tief ein und aus. Rhythmisches und leichtes Atmen.

Mit Krafttraining stärken Sie das operierte Bindegewebe. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt für eine Physiotherapie oder ein medizinisches Training.

Krebsliga

Die Krebsliga ist Kantonal organisiert. Viele Kantone bieten Fahrdienste an, welche z.T. kostenlos oder gegen kleines Entgelt angefordert werden können. Informieren Sie sich bei der Krebsliga Ihrer Region.

Die Krebsliga hat auch Angebote für finanzielle Unterstützungen sowie Kurse für Sie und Ihre Angehörigen.

Falls Sie mit Ihrer zuständigen Organisation nicht zufrieden sind oder das Bedürfnis haben sich mit einer anderen Organisation zu unterhalten, haben Sie immer die Möglichkeit, sich an eine von Ihnen gewählten Krebsliga-Stelle zu wenden, also auch ausserhalb von Ihrem Kanton. Dies gilt ausschliesslich für Informationen und Beratungen, nicht aber für finanzielle Unterstützungen. Auch können Sie sich bei der Nationalen Krebsliga melden unter 0800 11 88 11.

Fahrdienste

Neben der Krebsliga bieten auch das schweizerische rote Kreuz und die Spitex spezielle Fahrdienste an. Informieren Sie sich. Viele Krankenkassen übernehmen einen bestimmten Betrag pro Kalenderjahr.

Hausbetreuung

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt für eine entsprechende Verordnung. Es gibt diverse Möglichkeiten und Ihr Arzt kennt die umliegenden Adressen.

Kuren

Unter www.wohlbefinden.com finden Sie Kur-Hotels die von den Krankenkassen anerkannt sind. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt für eine betreffende Verordnung

Zweit Haar

Die Krebsliga hat Adressen die sie Ihnen weiter geben kann. Allerdings macht sie keine Werbung für genau ein Fachgeschäft. Wählen Sie selber aus der Liste das für Sie geeignete Fachgeschäft.

Bücher Tipps

  • Krebszellen mögen keine Himbeeren von Prof. Dr. med. Richard Béliveau
    ISBN 978-3-442-17126-2
  • Die neue Anti-Krebs Ernährung von Dr. Rep. nat. Johannes F. Coy
    ISBN 978-3-8338-1663-5
  • Überlebensbuch  Brustkrebs  von Ursula Goldmann-Posch und Rita Rosa Martin
    ISBN 978-3-7945-2487-7
  • Die wundersame Leber- & Gallenblasen-Reinigung, von Andreas Moritz
    ISBN 978-3-9812215-0-3 (bitte sprechen Sie mit Ihrem Naturarzt bevor Sie diese von sich aus machen, Ihr Körper braucht dazu die nötige Kraft)